Preise: 725 | Gewinner: 15806 | 23.02.2019 | facebook facebook


19 | 05 | 2010

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Signal für die Pressefreiheit

Newsbild New

 
Vier osteuropäische Medien und drei Journalisten hat die Zeit-Stiftung heute im Kaisersaal des Hamburger Rathauses ausgezeichnet. Die Gerd Bucerius-Förderpreise Freie Presse Osteuropas 2010 sind mit insgesamt 80.000 Euro ausgestattet.

 

  Die Preise gingen an an zwei Wochenzeitungen in Sibirien und Weißrussland (Arsenjevskije vesti und Borisowskije nowosti), ein Magazin in Georgien (Liberali) und eine Videoplattform in Aserbaidschan (ANTV) sowie an die Journalisten Mikhail Beketov, Edik Baghdasaryan aus Armenien und Shahvalad Chobanoglu aus Aserbaidschan.

Prof. Dr. Karin von Welck, Hamburgs Senatorin für Kultur, Sport und Medien, würdigte die Journalisten in ihrer Begrüßung: Sie haben über Jahre die Worte Demokratie und Freiheit täglich mit Leben gefüllt. Sie haben Widerstände aushalten müssen, die unser Vorstellungsvermögen überschreiten. Sie und Ihre Arbeit sind für uns in der Pressemetropole Hamburg das sichtbare Zeichen dafür: Kritische und wahrhaftige Berichterstattung zu leisten, auch gegen größte Widerstände, ist der Mühe wert. Denn sie eint uns in dem, was wir alle uns wünschen: Als freie Menschen in einem freien Staat leben zu dürfen.

Festredner Viktor Jerofejew

Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew unterstrich in seiner Festrede "Geburt und Tod des Wortes": Der Journalist, der die Staatsmacht kritisiert, ist im postsowjetischen Raum eine neue, noch nicht sicher beherrschte Rolle. Es gibt eine Grenze zwischen zulässiger und unzulässiger Kritik. Letztere beginnt da, wo die Kriminalität der Staatsmacht anfängt. Man kann sich über alles Mögliche auf der Welt empören. Und die russischen Zeitungen sind voll von systemimmanenter Empörung. Doch es gibt ein magisches Wort Regime. Sagt man Regime fliegt man raus aus der systemimmanenten Kritik. Man befindet sich bereits außerhalb des Systems, frei von Furcht und wehrlos. Die Reaktion ist unberechenbar. Heldenhafter Journalismus und Staatsmacht seien als Antipoden auf einem gemeinsamen historischen Flug Richtung Zukunft: Die Staatsmacht lässt es nicht zu, dass der Journalismus Macht über sie gewinnt. Sie droht, schüchtert ihn ein und drückt demonstrativ ihr Mitgefühl für die Opfer dieses heldenhaften Journalismus aus, die stets von Unbekannten ermordet werden. Der Flug geht weiter. Wo wir landen werden, ist unklar.

Die Jury

Über die Vergabe der Gerd Bucerius-Förderpreise Freie Presse Osteuropas entscheidet eine international zusammengesetzten Jury unter Vorsitz von Dr. Theo Sommer, Kuratoriumsmitglied der Zeit-Stiftung und Editor-at-Large Die Zeit. Der international zusammengesetzten Jury gehören an: Dr. Falk Bomsdorf (München), Prof. Dr. Jo Groebel (Berlin), Gro Holm (Oslo), Stefanie Schiffer (Berlin), Dr. Theo Sommer (Hamburg), Michael Thuman (Istanbul), Vibeke von Sperling (Kopenhagen) und Dr. Markus Wehner (Berlin).

Start im Jahr 2000

Die Zeit-Stiftung verleiht die Gerd Bucerius-Förderpreise Freie Presse Osteuropas seit dem Jahr 2000 an jene, die in den Transformationsstaaten Osteuropas publizistisch für eine freie Presse, das freie Wort und die liberale Bürgergesellschaft eintreten. Seit 2004 vergibt die Stiftung den Pressepreis zusammen mit der norwegischen Institusjonen Fritt Ord, Oslo.



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