Preise: 721 | Gewinner: 15972 | 24.04.2019 | facebook facebook


08 | 06 | 2010

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Zu wenig Zeit für Recherche

Newsbild New

 
Seinen guten Ruf erarbeitet sich ein Medienpreis auch damit, dass er sich für die Belange der Medienmacher einsetzt und sich für die Entwicklung in den . Bestes Beispiel - der von den Industrie- und Handelskammern getragene Ernst-Schneider-Preis. An seiner aktuellen Umfragen haben sich über 80 Chefredakteure, Wirtschaftsressortleiter und Fachjournalisten verschiedener Mediengattungen beteiligt.

 

  Eine wachsende Anzahl von Journalisten glaubt, dass die Bedeutung des Wirtschaftsjournalismus steigen wird. 81 Prozent sind dieser Ansicht; im Vorjahr waren es 68 Prozent, 2008 66 Prozent. Obwohl die Themen anspruchsvoller werden, hat sich die personelle Situation in den Redaktionen leicht verschlechtert. Fast zwei Drittel aller Befragten wünschen sich mehr Zeit für die Recherche und Aufbereitung ihrer Themen. Vor allem Fernsehen (72 Prozent) und Hörfunk (65 Prozent) räumen nach Ansicht der Journalisten Wirtschaftsthemen nicht genügend Raum ein.

Mittelmaß

Die Wirtschaftsjournalisten blicken durchaus kritisch auf ihre Arbeit. Jeder Zweite hält die Qualität dessen, was in Deutschland über Wirtschaft publiziert wird, für mittelmäßig. Wirtschaftsthemen gelten zwar als besonders relevant, weil sie jedermann betreffen - sie sind aber schwierig zu durchdringen und zu vermitteln. Zwei Drittel der befragten Journalisten sind der Ansicht, dass sie zu wenig tun, um wirtschaftliche Zusammenhänge ihren Zuschauern, Hörern und Lesern zu erklären. Weitgehende Übereinstimmung ergab sich auf die Frage, an welchen Themen das Interesse eher steigen oder zurückgehen wird.

Jeweils 94 Prozent glauben, dass in nächster Zeit das Interesse an den Themen Geldstabilität und Verschuldung wachsen wird. Auch Bildung und Gesundheit rücken in den Fokus, während Technologie, Ökologie, Börse und auch das Wirtschaftssystem Themen sind, die nach Einschätzung der Befragten weniger Beachtung finden werden. Als Trendthemen des Jahres 2010 wurden Geldthemen genannt: Euro, Staatsverschuldung und Inflation.

Wirtschaft im Internet gefragt

Die Befragten gaben zudem eine Einschätzung ab, wohin sich der mediale Wettbewerb entwickeln wird: 34 Prozent glauben, dass sich die Berichterstattung über aktuelle Themen zunehmend auf das Internet konzentrieren wird; allerdings ist diese Erwartung rückläufig. 27 Prozent sehen insoweit jeweils das Fernsehen und den Hörfunk vorne, 13 Prozent Zeitungen und Zeitschriften. 58 Prozent der Experten erwarten, dass Hintergrundgeschichten sich auf Printmedien konzentrieren werden; der entsprechende Wert für das Internet ist auf neun Prozent gefallen.

Lokales, meinen 58 Prozent, werde auch auf absehbare Zukunft am ehesten in Zeitungen zu lesen sein - ebenfalls ein fallender Wert. Wirtschaftspolitische Beiträge erwarten die meisten Journalisten (44 Prozent) nach wie vor bei Zeitung und Zeitschrift. Die Antworten der Umfrage kamen zu 45 Prozent von Zeitungsredakteuren, zu zwei Prozent von Zeitschriftenredakteuren, zu 23 Prozent von Fernseh-, zu 19 Prozent von Hörfunkjournalisten, die restlichen elf Prozent verteilen sich auf Onlineplattformen, Nachrichtenagenturen oder freie Autoren.

Hintergrund

Der Ernst-Schneider-Preis ist der Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft. Er ist benannt nach dem Unternehmer und Kunstmäzen Ernst Schneider, der von 1963 bis 1969 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages war. Der Preis der IHKs setzt sich für die Behandlung wirtschaftlicher Themen in den Medien ein und schreibt seit 1971 einen Autorenwettbewerb aus.



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