Preise: 725 | Gewinner: 15806 | 23.02.2019 | facebook facebook


21 | 10 | 2011

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


KEP-Nachwuchspreis heute verliehen

Newsbild New

 
Ein Preis, der Mut machen soll, den christlichen Glauben im Gespräch zu halten - dazu ermuntert der Christliche Medienverbund KEP mit seinem KEP-Nachwuchsjournalistenpreis. Heute zeichnete der Verbund drei junge Journalisten (Foto: Christlicher Medienverbund KEP) mit seinem zum zweiten Mal ausgelobten Preis in Wetzlar aus. Erster Preisträger ist Benjamin Piel (wir berichteten).

 

  Piel, Volontär bei der "Schweriner Volkszeitung", wurde für seinen Text "Nächste Ausfahrt: Tod" mit dem ersten Preis (dotiert mit 1.500 Euro) ausgezeichnet. In dem Artikel werden die Eltern einer jungen Frau porträtiert, die kurz vor ihrer Hochzeit bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Benjamin Piel schildert in dem Artikel, wie die Eltern Trost in der Selbsthilfegruppe des ehemaligen Pfarrers Helmut Sanne finden und so lernen, mit ihrer Trauer umzugehen. Sanne hatte selbst seine beiden Söhne bei Verkehrsunfällen verloren. Björn Heymer, Pfarrer der Evangelischen Domgemeinde Wetzlar, würdigte Piel in seiner Laudatio als einen "besonders begabten Menschen, der sein Handwerk gelernt hat". Es sei ihm gelungen, die biblische Weltsicht zum Ausdruck zu bringen, ohne dabei aufdringlich oder belehrend zu sein. Piel selbst sagte, dass Reporter besonders dann ein gutes Ergebnis liefern könnten, wenn ihre Interviewpartner "Herz und Seele" öffnen würden. Dafür sei viel Sensibilität und Taktgefühl notwendig.

Den zweiten Preis (750 Euro) erhielt der Radiojournalist und Blogger Stephan Dreytza aus Walsrode für seinen Radiokommentar "Kann es sein, dass Nazis auch Menschen sind?" In dem Kommentar, der auf "radio 98eins" in Greifswald ausgestrahlt wurde, bezieht Dreytza klar Position gegen einen geplanten NPD-Aufmarsch und stellt zugleich die provokante Frage, ob das biblische Gebot "Liebet eure Feinde" auch für Nazis gilt, und was dies bedeuten würde. "Bei dem Thema kann man sich leicht die Lippen verbrennen", erklärte der Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP, Wolfgang Baake, in seiner Laudatio. Er lobte, dass Dreytza in seinem Kommentar die menschenverachtende Ideologie der Nazis kein bisschen relativiere, aber dennoch auf die in Bibel und Grundgesetz festgelegte Menschenwürde verweise, die für alle Menschen, gleich ihrer Ideologie, gilt. Dreytza appellierte in seiner Dankesrede an das Publikum, für Neonazis zu beten: "Wenn die Politiker ihre Herzen nicht erreichen können Gott kann es ganz sicher. Sie sollen von ihren schrecklichen Taten ablassen!"

Der Politik- und Medienwissenschaftler Daniel Kirch, der als Redakteur bei der "Saarbrücker Zeitung" arbeitet, gewann den dritten Preis (500 Euro) für seinen Text "Ein Abenteuer im Dienste Gottes". Er porträtiert darin drei Männer, die sich für das Priesteramt in der katholischen Kirche entschieden haben und beschreibt, wie sie sich trotz der zunehmenden Entkirchlichung der Gesellschaft und den Skandalen um missbrauchte Kinder bewusst der Kirchen hinwenden. "In dem Text wurde auf begrenztem Raum das Wesentliche gesagt, so dass es jeder versteht", sagte der Politologe Dr. Andreas Püttmann in seiner Laudatio. Der Text sei sowohl inhaltlich als auch stilistisch hervorragend gelungen. "Sie informieren auf hohem Niveau gegen den Trend der Zeit", so Püttmann. "Ich danke besonders den Kirchenmännern aus meinem Artikel: Es ist nicht selbstverständlich, mit einem Journalisten so offen über eine intime Angelegenheit wie das Zölibat zu sprechen", sagte Kirch.



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