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28 | 10 | 2011

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Vier Preisträger bei Salus-Journalistenpreis

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Die Preisträger des Salus-Journalistenpreises haben gestern im Rahmen einer Preisverleihung im Presseclub München ihre Ehrungen erhalten. Aufgrund der Qualität der Beiträge hatte die Jury entschieden, den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis in diesem Jahr zu teilen. Die Preisträger Stephan Börnecke, Bertram Verhaag, Christian Wermke, Manfred Grössler erhielten die Preise aus den Händen von Stifter Otto Greither, Geschäftsführender Gesellschafter des Naturarzneimittel-Herstellers Salus.

 

  Die Siegerurkunden überreichte Otto Greither, Stifter des Salus-Journalistenpreises und geschäftsführender Gesellschafter des Naturarzneimittel-Herstellers Salus. Mit der Auszeichnung werden journalistische Beiträge prämiert, die sich kritisch mit den negativen Folgen der Agro-Gentechnik auseinandersetzen. Die Natur zu bewahren und nicht auszubeuten, die Artenvielfalt und das Naturerbe für alle zu erhalten und nicht den Profiten Einzelner auszuliefern, dies ist unser Anliegen, sagte Otto Greither bei der Preisverleihung. Mit Ihren ausgezeichneten Beiträgen kommen wir unserem gemeinsamen Ziel, die Menschen für die Risiken der Agro-Gentechnik zu sensibilisieren und über die Gefahren aufzuklären, ein gutes Stück näher, bedankte sich Greither bei den Journalisten.

Der erste Hauptpreisträger, Stephan Börnecke, erhielt 2.500 Euro für seinen Artikel Grünes Mäntelchen für Gensoja, der am 5. Oktober 2010 in der Frankfurter Rundschau publiziert wurde. Er thematisiert in seinem investigativen Artikel das Greenwashing von Gentechnik durch die Industrie beim Anbau von Gensoja und kritisiert in diesem Zusammenhang den Missbrauch des Nachhaltigkeitsbegriffs.

Die Gäste im Münchener Presseclub sahen auch einen zwölfminütigen Zusammenschnitt des Siegerbeitrags von Bertram Verhaag, der für seinen Dokumentarfilm Gekaufte Wahrheit Gentechnik im Magnetfeld des Geldes, der am 10. März 2011 zum ersten Mal in einem deutschen Kino lief, ausgezeichnet wurde. Der Dokumentarfilm greift das wichtige und journalistisch vernachlässigte Thema des Kaufs von Wissenschaftlern auf. In seinem bereits vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm zeigt Verhaag, welche Folgen die Privatisierung von Wissenschaft hat. Verhaag macht klar, dass nur noch ein Bruchteil aller Wissenschaftler im Bereich der Gentechnik weltweit unabhängig forschen und agieren kann.

Der Nachwuchspreisträger, Christian Wermke, erhielt eine Auszeichnung für seinen Artikel zum Thema Gentechnik im Futtermittel. Sein Beitrag Ein kleines bisschen Verschmutzung erschien am 27. Februar 2011 im Tagesspiegel. In seiner Laudatio lobte der Juryvorsitzende Michael Märzheuser die hohe journalistische Qualität aller Einsendungen und das Engagement der Ausgezeichneten. Die Wettbewerbsbeiträge haben gezeigt, dass das Thema Agro-Gentechnik stets aktuell ist und bleiben wird. Die kritische Auseinandersetzung mit der Agro-Gentechnik sei somit keine mediale Eintagsfliege, sondern ein Dauerthema für kritischen und investigativen Journalismus, betonte Michael Märzheuser.

So wurde Manfred Grössler aus Österreich für seinen seit über 20 Jahren andauernden Kampf gegen Gentechnik und seine zahlreichen journalistischen Publikationen dieses Jahr mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Grösslers Engagement trug wesentlich dazu bei, dass Österreich bis heute gentechnikfrei geblieben ist. Ebenfalls mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde die gesamte Redaktion der Fachzeitschrift Gen-ethischer Informationsdienst, der seit über 25 Jahren das einzige deutschsprachige Fachmagazin darstellt, das kritisch und auf höchstem fachlichem Niveau regelmäßig zum Thema Gentechnik publiziert.

Die Resonanz auf den in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgelobten Salus-Journalistenpreis war überwältigend. In der Jury des Salus-Journalistenpreises saßen wie im Vorjahr Jürgen Binder, Vorsitzender Gentechnikfreies Europa e.V., Mascha Kauka, Gründerin der Stiftung AMAZONICA und Michael Märzheuser, geschäftsführender Gesellschafter der MärzheuserGutzy Kommunikationsberatung. Auf Grund des großen Erfolges soll der Preis 2012 erneut ausgeschrieben werden.



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