Preise: 725 | Gewinner: 15806 | 23.02.2019 | facebook facebook


11 | 11 | 2011

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Erneute Auszeichnung für Griechenland-Serie

 
Griechenland, oh Griechenland - nach dem Quandt-Medienpreis haben Paul Ronzheimer und Nikolaus Blome von der Bild-Zeitung mit ihrer oft heftig kritisierten Serie "Geheimakte Griechenland" den zum sechsten Mal verliehenen State Street Preis für Finanzjournalisten 2011 gewonnen. Weitere Preisträger sind Mark Dittli, Michael Rasch und Hansjörg Ryser. Der Preis ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert und wurde gestern in Frankfurt verliehen.

 

  Die Preisträger der Kategorie Bericht und Reportage sind Nikolaus Blome und Paul Ronzheimer von Bild mit der Artikelserie Geheimakte Griechenland. In der zwischen dem 29. Oktober und dem 3. November 2010 erschienenen Reportagenserie gehen die beiden Autoren unterstützt von einem großen Recherche-Team in ganz Europa der Frage nach, wie Griechenland der Beitritt in die Währungsunion gelingen konnte. Die Jury hob in ihrer Bewertung insbesondere die umfangreiche, investigative Recherche und gute Vorbereitung des Artikels sowie die umfangreiche Materialbasis hervor. Die Reportageserie sei der bisher beste und umfangreichste Beitrag zur Griechenland-Krise und ihren Ursachen, urteilte die Jury.

Mark Dittli gewann in der Kategorie beste Analyse mit seinem Artikel Unter Heimatschutz. Der stellvertretende Chefredakteur der Schweizer Zeitung Finanz und Wirtschaft (FuW) widmete sich in der Wochenendbeilage Das Magazin des FuW-Schwesterblatts Tages-Anzeiger den gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Banken und Politik. Der Essay mit dem Titel Too big too fail überzeugte die Juroren mit klarer Gedankenführung und Vollständigkeit der Analyse. Der Beitrag vom 21. August 2010 liefere ein tiefgründiges, verständliches und vollständig zusammenhängendes Bild von den wechselhaften Beziehungen zwischen Großbanken und Staaten, so das Urteil der Jury: Alles drin, alles dran.

Michael Rasch von der Neue Zürcher Zeitung wurde in der Kategorie bester Kommentar und Leitartikel geehrt. In seinem analytisch verfassten Leitartikel Risiken und Nebenwirkungen der Niedrigzinspolitik vom 11. Dezember 2010 setzte sich der Autor kritisch mit den Folgen einer langfristig betriebenen Niedrigzinspolitik auseinander. Das Urteil sei prägnant, die Gedankenführung stringent und führe den Leser auf ein schlüssiges Ende hin, so die Jury.

In dem besten Interview 2011 widmet sich Hansjörg Ryser vom Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz einem klassischen Investment-Thema: Was ist besser: Aktiv oder Passiv? und lässt Repräsentanten beider Anlagekonzepte gegeneinander antreten. Der im Feburar 2011 im Schweizer Magazin Bilanz erschienene Artikel biete laut Jury ein intellektuelles Kräftemessen und kritische verbale Auseinandersetzung zwischen dem Interviewer und seinen Gesprächspartnern zu einem relevanten und durch die Diskussion über börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sehr aktuellen Thema.

Hintergrund

Der Preis wird von der State Street Corporation vergeben, einem der weltweit führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für institutionelle Anleger. Diese Juroren haben entschieden: Raimund Brichta, Wirtschaftsjournalist bei n-tv; Dr. Hans-Peter Canibol, Chefredakteur Insight Corporate Governance; Nikolaus Schmidt-Narischkin, Managing Director bei DB Advisors; Prof. Christoph Schalast, Partner bei Schalast & Partner und Dozent an der Frankfurt School of Finance; Reto Schlatter, Studienleiter MAZ-Medienforum an der Schweizer Journalistenschule.



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