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14 | 11 | 2011

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Freischreiber halten am "Hölle-Preis" fest

Newsbild New

 
Es ist gut und richtig, wenn sich freie Journalisten mit fest angestellten Kollegen direkt unterhalten und nicht nur kurz am Telefon oder - noch schlimmer - einzig per Email miteinander kommunizieren. Beste Gelegenheit bot dazu das Freischreiber-Treffen mit Preisverleihung am vergangenen Wochenende in Hamburg. An dem "Hölle-Preis" hält der Berufsverband der freien Journalistinnen und Journalisten weiterhin fest.

 

  Hochrangig besetzt war die Podiumsdiskussion, die extra zur Preisverleihung anberaumt worden war. Viel Druck war schon in den vergangenen Wochen nach den teils heftigen Diskussionen um den "Hölle-Preis" (wir berichteten) abgebaut worden. Dennoch war es eine muntere Runde, die unter Leitung der Autorin und früheren Leiterin der Henri-Nannen-Schule, Ingrid Kolb, über die Situation der freien Journalisten in Deutschland sprach. Rund 100 Medienschaffende - Freischreiber-Mitglieder, Redakteure und Gäste - folgten rege und engagiert der Diskussion in der Viktoria-Kaserne in Hamburg.

Mit Ingrid Kolb diskutierten Freischreiber-Kassenwart Benno Stieber, Neon-Chefredakteur Michael Ebert, Enorm-Chefredakteur Thomas Friemel, die freie Autorin Katja Kullmann und Spiegel-Online-Chef Mathias Müller von Blumencron. Der war teilweise so überrascht von einigen Honoraren, die Spiegel Online bezahlen soll, dass er in seinem Verlag Veränderungen anstoßen möchte. Neon-Chef Michael Ebert verteidigte seine Redaktion erneut deutlich gegen die Vorwürfe, "Neon" würde von freien Mitarbeitern Ideen klauen und von eigenen Leuten umsetzen lassen.

Der "Code of Fairness", den die Freischreiber als Katalog für Mindestanforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Verlagen und freien Journalisten aufgelegt haben, wird dabei inzwischen auch von weiteren Entscheidungsträgern in deutschen Verlagen als sinnvolle Grundlage betrachtet.

Die "TAZ-Kriegsreporterin" Silke Burmester durfte den Kuschelpreis für die "himmlichste Redaktion" übergeben. Den "Himmel-Preis" für die fairste Redaktion Deutschlands nahm Jens Bergmann, Geschäftsführender Redakteur von "Brand Eins", gerne entgegen. Die Jury hatte in ihrer Nominierung zu dem Hamburger Wirtschaftsmagazin warme Worte gefunden: "Die Ehrbare Kauffrau. Die Rückmeldungen auf eingereichte Themenvorschläge kämen schnell, die Bezahlung sei fair und die Absprachen über Länge, Inhalt und Stoßrichtung der Texte immer gründlich, Ideenklau gebe es nicht. Selbst Spesen werden voll bezahlt. Brand Eins ist vorbildlich, so der Tenor der Freien. Und all das nicht nur, weil die Honorare super seien, sondern vielmehr, weil der Ton der Mitarbeiter so schön unprätentiös sei. Ein Lob an Chefredakteurin Gabriele Fischer und ihre Manschaft."

Weitere Nominierte waren das Wissenschaftsmagazin "P.M." und das Wirtschaftsmagazin "Enorm". Insgesamt waren 68 Redaktionen für den "Himmel-Preis" vorgeschlagen.

Der "Hölle-Preis" für die fieseste Redaktion wurde in diesem Jahr nicht verliehen. Nominiert waren die Frauenzeitschrift "Für Sie", das Nachrichtenportal "Spiegel-Online" sowie die Junge-Leute-Zeitschrift "Neon". Der Negativ-Preis soll jedoch weiterentwickelt und im kommenden Jahr auf jeden Fall verliehen werden. "Der Preis hat die Redaktionen in Deutschland aufgerüttelt. Wir lassen uns einfach nicht mehr alles gefallen", sagte ein Freischreiber-Mitglied, der nicht genannt werden möchte.

Ob der aktuelle Vorstand dann allerdings erneut kandidiert, steht noch nicht fest. Wie es bei den Freischreibern heißt, wollen sich
der aktuelle Vorstand um den Vorsitzenden Kai Schächtele, seine Stellvertreterin Eva-Maria Schnurr, Kassenwart Benno Stieber, Julia Schoon, Wolfgang Michal, Tobias Zick, Alexandra Grossmann, Angelika Ohland und Kathrin Hartmann im Moment nicht offiziell festlegen.



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