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26 | 03 | 2012

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Stiftung Weltbevölkerung: Preis für Cord Aschenbrenner

Newsbild New

 
Cord Aschenbrenner ist in Berlin mit dem Journalistenpreis der Stiftung Weltbevölkerung und einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet worden (im Bild: Preisträger Cord Aschenbrenner mit Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung). Auf dem zweiten Platz landete Yvonne Maier, Ines Possemeyer konnte sich über den dritten Preis freuen. Ihre Arbeiten honorierte die Stiftung mit 1.500 bzw. 1.000 Euro.

 

  Mit den Auszeichnungen würdigte die Jury aus Journalisten und Experten der Entwicklungszusammenarbeit unter anderem BDZV-Präsident Helmut Heinen, Susanne Poelchau (Leiterin der Redaktion Wissenschaft und Bildung im Bayerischen Rundfunk), oder ARD-Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert (und langjähriger Korrespondent in Nairobi, Abidjan und London - die drei besten Artikel aus einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Beiträge aus Rundfunk, Tageszeitung und Fachmagazinen zu den Folgen des immensen Bevölkerungswachstums auf die Entwicklungsländer. Erst kürzlich durchbrach die Weltbevölkerung die 7-Milliarden-Schallmauer.

Aschenbrenners gelungene Analyse und multiperspektivische Betrachtung dieser Problematik in seinem Artikel Wie viele Menschen kann die Erde tragen? brachte ihm den Sieg ein. Man könnte die Menschen im Land Hessen nebeneinander stellen und hätte immer noch Platz, scherzte der Preisträger, der für die Zeitschrift natur und kosmos schreibt. Man könne auch noch einige Milliarden Menschen mehr auf unserem Planeten beherbergen und müsse dies sogar aufgrund eines wahrscheinlichen Anstiegs der Weltbevölkerung auf 10 Milliarden bis Ende dieses Jahrhunderts.

Allerdings gehe es darum jedem Menschen unter anderem Zugang zu Nahrung, Wasser und Bildung zu ermöglichen. Angesichts von einer Milliarde Menschen, die tagtäglich hungern, ein UN-Millenniumsziel von dem die Staatenwelt noch weit entfernt ist. Für die Umwelt bedrohlich wirke laut Aschenbrenner, dass die Gesellschaften mit nachholender Entwicklung, wie Indien und China, sich ein Beispiel am westlichen Modell nähmen. Zumindest bezüglich des ökologischen Fußabdrucks könne man nur schwarzsehen für diese Welt, so der Preisträger.

Yvonne Maier durfte sich dank ihres Beitrags Uganda: Wenn es mehr Kinder als Erwachsene gibt, der auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks erschien, über einen Podestplatz freuen. Für die junge Redakteurin bedeuteten die Recherchen für den Artikel zugleich die erste Reise nach Ostafrika. Aus Gesprächen mit jungen Kollegen in Uganda erfuhr sie, dass dort ein großer Bedarf nach besserer journalistischer Ausbildung besteht.

Die drittplatzierte Ines Possemeyer befasste sich in ihrem Artikel Löwen auf dem Sprung? erschienen im Geo Magazin - mit der Frage, ob die afrikanischen Ökonomien den asiatischen Tigerstaaten auf dem Weg zu wirtschaftlicher Prosperität folgen könnten. Trotz des großen Potentials scheitere eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung von großen Teilen Afrikas derzeit jedoch am raschen Bevölkerungswachstum.

Hintergrund

Der Journalistenpreis stand auch dieses Jahr wieder unter der Schirmherrschaft von Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In seinem Grußwort an das Publikum, im Haus der Commerzbank am Pariser Platz in Berlin, unterstrich Niebel die ausgesprochen wichtige Funktion der Presse als Garanten der Freiheit und Treiber der Gesellschaft. Journalisten legen das Auge der Gesellschaft auf Themen, die ansonsten den Menschen verborgen blieben. In dieser Funktion seien sie wahre Entwicklungshelfer. Obwohl ihm auch nicht immer gefalle was sie berichteten, betonte Niebel ihre unverzichtbare Rolle für Freiheit, Fortschritt und Demokratien. Nicht umsonst würde die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auch in die Ausbildung von Journalisten in Entwicklungsländern investieren.

Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international aktive Entwicklungshilfeorganisation, die in Afrika und Asien Aufklärungs- und Gesundheitsinitiativen fördert sowie junge Menschen in ihrer Familienplanung unterstützt. Im Dezember vergangenen Jahres feierte die Stiftung ihr 20-jähriges Bestehen. Gründer sind die Unternehmer Erhard Schreiber und Dirk Roßmann aus Hannover.

Philip Kramme



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