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10 | 02 | 2013

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Neuer Name für Rudolf-Vogel-Medaille

 
Ausgerechnet ein Schweizer Preisträger macht die traditionsreiche Südosteuropa-Gesellschaft darauf aufmerksam, dass sie ihren bedeutenden Journalistenpreis einem Mann gewidmet hat, der für die Nationalsozialisten Propaganda verfasst hat.

 

  Bereits seit 1952 gibt es die in München angesiedelte Südosteuropa-Gesellschaft. Ihr großes Ziel ist die Förderung der Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen mit den Staaten Südosteuropas. Dazu gehört es auch, einen Journalistenpreis zu vergeben, den in den vergangenen Jahren zahlreiche renommierte Journalisten erhalten haben.

Wer bei JournalistenPreise.de, dem Portal für preisgekröntem Journalismus, nachschaut, liest die Namen von renommierten Kolleginnen und Kollegen. Christiane Schlötzer von der "Süddeutschen Zeitung" zählt dazu, der freie Korrespondent Gerd Höhler, der von Athen aus die Region beobachtet und beschreibt, und der langjährige ARD-Mittel- und Südosteuropakorrespondent Peter Miroschnikoff.

Auch Michael Martens, politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul, gehört zu den Preisträgern der Rudolf-Vogel-Medaille. Für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hat er die Geschichte aufgeschrieben, warum die Südosteuropa-Gesellschaft ihn jetzt in Journalistenpreis der Südosteuropa-Gesellschaft umbenannt hat.

"Erst nachdem sich der diesjährige Preisträger wegen der Vergangenheit des Namensgebers geweigert hatte, die Auszeichnung anzunehmen, beschloss das Präsidium der SOG am Freitag in letzter Minute, den Preis umzubenennen", schreibt Michael Martens.

Ein wenig verwundert allerdings, warum es erst den Schweizer Journalisten und Historiker Andreas Ernst, dem diesjährigen Preisträger, der für die "Neue Zürcher Zeitung" aus Belgrad berichtet, aufgefallen ist, Rudolf Vogel ein Antisemit war. Eigentlich sollte man annehmen, dass Preisstifter wissen sollten, wonach sie einen Preis benennen, mit dem sie in die Öffentlichkeit treten.

Ganz einfach ist die Debatte jedoch nicht, Rudolf Vogel saß viele Jahre für die CDU im Bundestag, war auch Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft, 1966 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland, als Botschafter vertrat der frühere politische Redakteur der Oberschlesischen Volksstimme" die Interessen der Bundesrepublik bei der OECD in Paris.

Laut Michael Martens will die Südosteuropa-Gesellschaft jetzt eine Arbeitsgruppe installieren, die herausfinden solle, wie sich die Gesellschaft mit ihrer Geschichte beschäftigen sollte. Das bestätigte ihr Präsident Gernot Erler am Sonntag. Ein erster Schritt ist also getan.

Zu Herzen nehmen sollten sich Journalisten aber auch, dass sie einmal nachschauen sollten, wer die Gesellschaft ist, die den Preis verleiht und wer die Person ist, nachdem der Preis benannt ist.

Bülend Ürük



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