Preise: 724 | Gewinner: 15777 | 17.02.2019 | facebook facebook


17 | 06 | 2013

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Journalistinnenbund ehrt Sichtermann und Coen

 
Mit einem Festakt und Auszeichnungen für hervorragende journalistische Leistungen endete am Sonntag die Tagung des Journalistinnenbundes (jb) in Lorsch.

 

  Für ihre herausragenden publizistischen Leistungen erhielt die Schriftstellerin Barbara Sichtermann die Hedwig-Dohm-Urkunde. Mit dieser Urkunde zeichnet der jb seit 1991 eine Publizistin, Autorin oder Journalistin für langjährige herausragende Leistungen und frauenpolitisches Engagement aus.

In der Begründung heißt es: Witz, Esprit und ihre besondere Lust an dialektischem Denken kennzeichnen Sichtermanns Arbeiten. Seit mehr als 35 Jahren setzt sich die mehrfach preisgekrönte Schriftstellerin mit den Themen Weiblichkeit, Geschlechterfragen, Leben mit Kindern, Sexualität, Literatur und Medien auseinander. Die Auszeichnung erinnert an die Publizistin Hedwig Dohm (1831-1919).

Die Verlegerin Brigitte Ebersbach beschrieb das Verdienst von Sichtermann in ihrer Laudatio: Barbara Sichtermann und das ist ihr Verdienst - hat den Versuch unternommen, das Glück des Kinderhabens, den Wunsch nach Schönheit und die erotische Spannung zwischen Männern und Frauen mit der Emanzipation zu versöhnen. Und versöhnte damit viele Frauen und Männer mit der Emanzipation.

Barbara Sichtermann freute sich über die Auszeichnung: Als freie Autorin hat man oft das Gefühl, dass die Botschaften, die man so wie Flaschenposten in die Öffentlichkeiten wirft, dort untergehen. Diese Auszeichnung ist der hocherwünschte Beweis dafür, dass ich gehört, gelesen und verstanden worden bin.

Marlies Hesse Nachwuchspreis 2013: Amrai Coen

Den Marlies-Hesse-Nachwuchs-Preis 2013 des Journalistinnenbundes erhielt die Onlinejournalistin Amrai Coen für ihre Multimedia-Reportage Nicht von Gott gewollt.

Eindrücklich erzählt die Autorin (Fotos/Video/Schnitt: Bernhard Riedmann) darin die Geschichte eines lesbischen Fußballteams in Südafrika und des so genannten "corrective rape. Mit dem multimedialen Stück, veröffentlicht in der Tablet-Ausgabe des Spiegel 17/2012, ist der Autorin eine neue Dimension in der Erzählweise eines Themas gelungen - interaktiv und non-linear.

Wer ihren Beitrag aufruft, kann sich im Raum bewegen und dabei selbst entscheiden, in welchem Tempo und welcher Reihenfolge er oder sie der Erzählung folgen möchte.

Die Autorin lässt ihre Protagonist/innen erzählen und verstärkt die Wirkung der Worte durch Einsatz von Slow Motion, Panoramabildern und den Wechsel zwischen Farbe und Schwarz-Weiß, Bewegtbildern und Stills. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde erstmals in der Kategorie Online vergeben.

Amrai Coen bedankte sich schriftlich: Ich danke Ihnen für diese Auszeichnung, über die ich mich sehr freue. Am meisten bedanken muss ich mich aber bei unseren Protagonistinnen: den Fußballerinnen der Chosen Few. Viele von ihnen wurden vergewaltigt, weil sie lesbisch sind. Männer wollten ihnen ihre sexuelle Neigung austreiben, sie wurden Opfer von "corrective rape". Dem Fußballteam mangelt es immer wieder an Geld, oft müssen sie ihr Training deshalb absagen. Einen Teil des Preisgeldes will ich deshalb an meine Protagonistinnen spenden damit sie weiterhin gemeinsam trainieren können. Damit ihre Stimme weiterhin gehört wird.

Der jb richtet zur Unterstützung der Fußballerinnen ein Spendenkonto ein. Stichwort Chosen Few.

Mit einer lobenden Erwähnung würdigte die Jury darüber hinaus auch Anne Wizorek als Initiatorin der Twitter-Kampagne #aufschrei. Diese Initiative zeigt die große Bedeutung der sozialen Medien für Frauenthemen, die in der Vergangenheit oft an den zumeist männlichen Gatekeepern in den Redaktionen gescheitert sind, so die Jury. Die große Resonanz zum Hashtag #aufschrei führte dazu, dass auch in den klassischen Medien über den alltäglichen Sexismus intensiv debattiert wurde.

Die Übergabe der Auszeichnungen erfolgte im Rahmen der Jahrestagung des Journalistinnenbundes Text und Macht am 16. Juni in Lorsch.

Im Journalistinnenbund e.V. engagieren sich bundesweit rund 450 Frauen aus dem gesamten Medienspektrum für gender- und medienpolitische Fragen. Das Netzwerk setzt sich für Qualitätsjournalismus und Menschenrechte ein.



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