Preise: 731 | Gewinner: 16362 | 22.08.2019 | facebook facebook


25 | 09 | 2014

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


DGE Journalistenpreis für Sandra Markert

 
Fünf Journalisten hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) heute in Bonn auf ihrer Arbeitstagung „Ernährungsbildung – in die Zukunft gedacht“ mit dem DGE Journalisten-Preis 2014 ausgezeichnet.

 

  Über 100 Medienvertreter hatten sich für die mit insgesamt 10 000 EUR dotierten Preise beworben. Die DGE prämiert wissenschaftlich fundierte, originelle und zielgruppengerecht aufbereitete Arbeiten zu aktuellen Ernährungsthemen und honoriert damit das hervorragende Engagement der Gewinner im Bereich Ernährungsaufklärung. Die Auszeichnungen über jeweils 2.000 Euro überreichte Dagmar Freifrau von Cramm, Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE.

In der Kategorie Tages- und Wochenzeitungen erhielt Sandra Markert den Preis für ihren Artikel „Salat kommt nicht ins Alu-Schälchen“, erschienen in den Stuttgarter Nachrichten. Der Beitrag informiert über die Stärken und Schwächen der Angebote und Qualität von Mahlzeitendiensten wie „Essen auf Rädern“. Markert macht darauf aufmerksam, dass frischer Salat, Rohkost oder frisches Obst trotz vielfältigem Angebot nur selten zu finden sind und hinterfragt, ob Caterer nicht doch einmal über die Optimierung ihrer Mahlzeiten nachdenken sollten. Denn ein ausgewogenes Mahlzeitenangebot böte vielen älteren, nicht pflegebedürftigen Menschen die Chance, weiter unabhängig zu sein und allein zurechtzukommen.

Dr. Birgit Herden bekam den Preis im Bereich Publikumszeitschriften für ihre Reportage „Die DNA-Diät“ im Magazin ZEIT Wissen. Die Redakteurin berichtet über den Trend zur personalisierten Ernährung und das Geschäft mit Gen-Diäten. Eindrucksvoll und spannend beschreibt sie den aktuellen Stand der intensiven Forschungen in Wissenschaft und Industrie, zeigt aber auch die Grenzen dieser vielversprechenden, kommerziellen Diagnosen und Diäten auf. Als Fazit für den Leser bleibt das Zitat eines Experten, den Herden interviewt hat: „Es muss noch viel geforscht werden“.

In der Kategorie Hörfunk hat die Jury das Feature „Ein leerer Bauch studiert nicht gern – Schulessen“ von Annette Weiß im Deutschlandradio Kultur ausgezeichnet. Praxisnah macht ihr Beitrag deutlich wie schwierig es ist, allen Anforderungen und Wünschen bei der Mittagsverpflegung gerecht zu werden. Ihr Bericht plädiert dafür, dass Essen in der Schülergemeinschaft und das Einbinden der Schüler in die Speisenplanung wichtig sind. Schüler werden zum Mitmachen angeregt, darüber informiert, wie ihr Schulessen hergestellt wird und wie es in ihre Mensa kommt.

Den Preis im Bereich Fernsehen erhielt Tamar Baumgarten-Noort für die ZDF-Sendung Abenteuer Forschung „Zwischen Ekel und Genuss: Das rätselhafte Reich der Sinne“. Der Redakteurin ist eine Dokumentation mit interessanten wissenschaftlichen Fakten gelungen, die beschreibt, wie Geschmack entsteht und wie wir ihn erlernen. In ihrer Recherche begibt sich die Autorin auf eine Reise um die Welt, mit dem Fazit: Geschmack ist eine kulturelle Erscheinung und kann daher kultiviert werden.

Dr. Heike Le ker bekam die Auszeichnung im Bereich Internet für den auf Spiegel online veröffentlichten Beitrag „Schilddrüse – Jodversorgung in Deutschland wird immer schlechter“. Die Autorin berichtet umfassend und fundiert über die Jodversorgung und die Folgen eines Jodmangels bei Kindern. Ein sehr guter Übersichtsartikel mit Tipps für Eltern und Links zu weiterführenden Beiträgen rund um das Thema Jod, Schilddrüse und Ernährung, in dem der Leser ansprechende und gut strukturierte Informationen erhält.

Mit dem Journalisten-Preis prämierte die DGE bereits zum 25. Mal die besten journalistischen Arbeiten zu aktuellen Ernährungsthemen. Auch für 2015 wird in den fünf Medienkategorien ein Preis ausgeschrieben.



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