Preise: 725 | Gewinner: 15806 | 23.02.2019 | facebook facebook


20 | 10 | 2017

 

JOURNALISTENPREISE-NEWS


Sonderpreis für Christina von Saß

Newsbild New

 
Einbruch, Mord, Terrorismus sowie Gewalt gegen Kinder und Männer: In den Beiträgen, die der Weiße Ring mit seinem Journalistenpreis 2017 ausgezeichnet hat, werden Opfer unterschiedlicher Straftaten und ihre Sicht in den Mittelpunkt gestellt. Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität überreichte die Auszeichnungen für opfersensible Berichterstattung am 14. Oktober 2017 in Hamburg an die Journalisten Amrai Coen und Tanja Stelzer, Magdalena Kammler, Thomas Berbner und Jan Liebold, Catalina Schröder und Christina von Saß.

 

  Der Weiße Ring lobte den Journalistenpreis bereits zum sechsten Mal aus und würdigte damit journalistische Beiträge, die aufklärerisch das öffentliche Bewusstsein für die Situation von Kriminalitätsopfern stärken. Der Weiße Ring will diejenigen sichtbar machen, die auch heute noch zu oft im Dunkeln bleiben", sagte Roswitha Müller-Piepenkötter, Bundesvorsitzende des Weiße Ring, bei der Preisverleihung im Grand Elysée Hotel. Damit Kriminalitätsopfer in der Öffentlichkeit Gehör finden, braucht es auch Medien, die auf die Sorgen und Ängste der Opfer aufmerksam machen. Die von uns prämierten Beiträge zeigen in bemerkenswerter Weise, wie opfersensible Berichterstattung aussehen kann."

Dr. Till Steffen, Justizsenator der Freien und Hansestadt Hamburg, betonte in seinem Grußwort während der Verleihung des Journalistenpreises: Der Journalismus lässt uns mit den Augen der Opfer auf Verbrechen blicken, veranschaulicht das Leid und gibt der Trauer eine Stimme. Diese Sensibilisierung verhindert bereits weitere Straftaten. Denn keine Straffälligkeit ist der beste Opferschutz. In Hamburg arbeiten wir mit dem Resozialisierungsgesetz an diesem Ziel. Wir wollen durch eine umfangreiche Betreuung, Menschen nach der Haft wieder in die Gesellschaft integrieren und damit das Risiko erneuter Straffälligkeit minimieren."

Auch TV-Anwalt und Unterstützer des Weißen Ring Ingo Lenßen kennt sowohl als Jurist als auch als Medienmacher die oft schwierige Situation von Opfern. Im Strafverfahren und in der öffentlichen Darstellung dreht sich das Geschehen oft nur um den Täter", sagte Lenßen während der Preisverleihung. Daher ist es wichtig, dass es Organisationen wie den Weiße Ring gibt, die den Opfern zur Seite stehen."

Die Jury des Journalistenpreises zeichnete journalistische Beiträge in den Kategorien Print, Online, Fernsehen und Hörfunk aus und verlieh außerdem noch einen Sonderpreis. Prämiert wurde in der Kategorie Print der Beitrag Brüssel, 22. März 2016", der in der Wochenzeitung Die Zeit vom 30. Juni 2016 erschien. Darin stellen die Journalistinnen Amrai Coen und Tanja Stelzer die Frage: Wie verändert Terror eine Gesellschaft? Charlie Hebdo, Bataclan und Brüssel die Autorinnen wollten wissen, wie es an dem Punkt weitergeht, an dem die Berichterstattung normalerweise aufhört.

In der Kategorie Online ging Magdalena Kammler mit dem Beitrag Wie ein schlechter Traum", erschienen auf der Internetseite der Mitteldeutschen Zeitung am 15. Januar 2017, als Siegerin hervor. Zum Thema Gewalt in DDR-Kinderheimen hat Kammler einen multimedialen Beitrag erstellt, der die Ängste von Opfern zeigt.

Thomas Berbner und Jan Liebold wurden für ihren Beitrag Die Story: Einbrecherbanden in Deutschland warum sie es so einfach haben", ausgestrahlt in der ARD am 5. Dezember 2016, in der Kategorie TV vom Weißen Ring ausgezeichnet. Die zwei Fernseh-Journalisten zeigen in ihrem Film, wie Einbrüche Opfer verunsichern und welche Bemühungen sie unternehmen, um sich zu schützen.

In der Kategorie Hörfunk erhielt Catalina Schröder für ihren Beitrag Von Psychoterror bis Vergewaltigung: Wenn Männer Opfer häuslicher Gewalt werden", ausgestrahlt in der Sendung Zeitfragen" auf Deutschlandfunkkultur am 10. Oktober 2016, die Auszeichnung des Weißen Rings. Schröder greift in dem Feature das Tabuthema Gewalt gegen Männer auf.

Der Sonderpreis der Jury ging an Christina von Saß für den Beitrag Das Schicksal der Familie Wehrmann Warum Opferschutz so wichtig ist", ausgestrahlt in der Sendung Hallo Niedersachsen" des Norddeutschen Rundfunks am 26. Februar 2017. Der kurze TV-Beitrag zeigt das Schicksal der Wehrmanns, die ihre Tochter Alexandra durch ein Gewaltverbrechen verlor. Unterstützung fand die Familie beim Weißen Ring.

Der Jury gehörten an: Roswitha Müller-Piepenkötter (Bundesvorsitzende des Weißen Rings Jury-Vorsitz), Kristine Erichsen-Kruse (Kriminologin, Stellv. Landesvorsitzende des Weißen Rings Hamburg), Markus Jox (Pressesprecher und Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg), Helge Matthiesen (Chefredakteur General-Anzeiger Bonn), Karsten Packeiser (Redakteur, epd Evangelischer Pressedienst Mainz), Thomas Scholz (Lehrbeauftragter Goethe Universität Frankfurt/M., University Fellow der Washington University in St. Louis), Frank Schönrock (CEO Grayling Germany in Frankfurt), Marion Trimborn (Redakteurin, Neue Osnabrücker Zeitung) sowie Werner Wenzel (Online-Redakteur, Verlagsgruppe Rhein-Mainz, Mainz).

Die Auszeichnungen sind mit einem Preisgeld von je 3.000 Euro dotiert. (B.Ü.)



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